Einfelder Sehpunkte

Der Einfelder See liegt im Norden von Neumünster zwischen dem Ortsteil Einfeld und dem Dorf Mühbrook. Seinen landschaftlichen Reiz verdankt er der Grenzlage der Naturräume Östliches Hügelland und Holsteinische Vorgeest. Während die Anfänge der abwechslungsreichen Landschaft des Östlichen Hügellandes beim Blick in Richtung Nordosten zu erkennen sind, erstreckt sich südlich die flache Ebene der Vorgeest. Ein größerer Waldbestand im Westen des Sees, das Bondenholz, und das Dosenmoor im Osten bereichern die Umgebung mit weiteren landschaftlich reizvollen Elementen.

Betrachten wir die Landschaft und lassen sie in ihrer Schönheit auf uns einwirken, so müssen wir uns bewusst sein:

Wir sehen die Landschaft in einer Momentaufnahme, losgelöst von ihrer Vergangenheit und all den Einflüssen, die sie so gestaltet haben, wie sie sich gegenwärtig darstellt. Landschaft unterliegt einem stetigen Wandel, sowohl durch die formenden Kräfte der Natur als auch durch den Menschen selbst. Er verändert durch die Nutzung der Natur, durch bauliche und kulturelle Tätigkeit das Bild der Landschaft. Mit ein wenig Kenntnis der historischen Gegebenheiten, die eine Natur- oder Kulturlandschaft geprägt haben, werden wir diese Landschaft in einem anderen Licht sehen.

In diesem Sinne möchten wir Ihnen die 20 „Sehpunkte“ rund um den Einfelder See zeigen und damit den See mit seinen Dörfern Einfeld und Mühbrook in einen natur- und kulturhistorischen Zusammenhang stellen.

Der ca. 8 km lange Rundwanderweg um den See führt Sie an der Nordspitze des Sees durch das idyllische Dorf Mühbrook und an der Südspitze durch den Neumünsteraner Stadtteil Einfeld. Hier bestehen ausreichend Parkmöglichkeiten, wenn Sie über die B4 Neumünster-Kiel anreisen. Auch über die Bahnstation Einfeld und Haltestellen des ÖPNV Neumünsters ist der Einfelder See zu erreichen. Der Seerundweg ist auch gut für Fahrradfahrer geeignet und kann zu Wandertouren in das benachbarte Dosenmoor ausgeweitet werden. An verschiedenen Stellen bieten sich gute Möglichkeiten zur Rast in der Natur und Gelegenheiten zur Einkehr in unmittelbarer Seenähe.

1. Die Entstehungsgeschichte des Sees

Vor 20 000 Jahren fing alles an. Die letzte Eiszeit ging vor ungefähr 20000 Jahren zu Ende. Diese sogenannte Weichsel-Eiszeit hat die Landschaft Schleswig-Holsteins besonders stark gestaltet. In den letzten Jahrhunderten der Eiszeit gab es immer wieder Verstöße der Gletscher…

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2. Aus der Siedlungsgeschichte Einfelds

Vom Lehensdorf Ennienfelde zum modernen Stadtteil. Einfeld wird urkundlich erstmalig im Jahre 1144 genannt, als das Dorf vom Kloster Neumünster gekauft wird. Der damalige Name des Dorfes, Ennienfelde, entwickelt sich im Laufe der Geschichte über Enenvelde und Eynenvelde zum heutigen Einfeld…

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3. Das ehemalige Gut Einfeld

Historische Häuser – Zeugen der Vergangenheit. Am westlichen Ufer der Einfelder Dorfbucht trifft man auf eine Reihe Häuser, die auf den ersten Blick sehr unterschiedlich aussehen, jedoch ein Stück gemeinsame Vergangenheit haben. Sie sind die Überreste des ehemaligen Gutshofes Einfeld. …

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4. Kulturdenkmal Margarethenschanze

Wie die alten Sachsen sich vor Feinden schützten. Die Margarethenschanze liegt am südwestlichen Ufer des Einfelder Sees. Sie besteht heute nur noch in einem nach Osten offenen Wallring von 90 m Durchmesser. Die 4 m hohen und 10 m breiten Wälle sind inzwischen mit Bäumen bestanden. …

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5. „Westufer Einfelder See“

Im Reich von Rohrweihe und Seerose. Das Kernstück des heutigen Naturschutzgebietes „Westufer Einfelder See“ wurde 1955 als 2.4 ha großes „Vogelschutzgebiet am Einfelder See“ unter Schutz gestellt. Schutzziel ist es, an dem als Naherholungs- und Wassersportgebiet stark genutzten Einfelder See ein ungestörtes Reservat für die Vogelwelt zu schaffen. …

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6. Ökologischer Obstanbau

Von Stina Lohmann, Herbstprinz und Holsteiner Cox. Schon mal was von Stina Lohmann, Philippa oder Herbstprinz gehört? Das sind keine Einwohner der umliegenden Dörfer, sondern alte einheimische Apfelsorten, die auf dem Obsthof am Westufer des Sees angebaut werden. …

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7. Der See und die Landwirtschaft

Die Nutzung des Bodens prägt die Landschaft. Um 1200 n. Chr. Gibt es in Einfeld erst acht bäuerliche Vollhöfe. Ein bäuerliches Besitztum wird damals der Größte nach in „Hufen“ gemessen und allgemein nach „Hufe“ genannt (eine sächsische Hufe entspricht ungefähr 12 ha). Der Hufner hat im allgemeinen 8 bis 12 Pferde.

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8. Bäume am Einfelder See

Von A wie Ahorn bis Z wie Zitterpappel. Die beeindruckende, über 250 Jahre alte Buche, an der sich der Sehpunkt 8 befindet, ist einer der auffälligsten Bäume am See. Man stelle sich einmal vor, welches Bild des Sees und der Landschaft diese Buche in ihren jungen Jahren zum Ausgang des 18. Jahrhunderts noch „gesehen“ hat …

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9. Siedlungsgeschichte Mühbrooks

„… und sie kamen nur mit Mühe (muthe) durch den Bruch (brook)…“ Ein erstes schriftliches Zeugnis von der Existenz des Ortes Mühbrook stammt aus dem Jahre 1238. Graf Adolf IV von Schauenburg überließ darin urkundlich dem Kloster Neumünster die Zehnten aus einigen Dörfern der Gegend, so auch aus Muthenbrooke.

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10. Wasserstände des Sees

Von Hochwassern und Hungersteinen. Ein bemerkenswerter Wechsel zwischen hohen und sehr niedrigen Wasserständen war für den Einfelder See schon immer charakteristisch. Da der See im wesentlichen grundwassergespeist ist, gingen extreme Niedrigwasserstände schon immer mit Perioden ausbleibender Niederschläge und damit von Ernteausfällen einher. …

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